„Make Love, Fake Love"-Paul im Interview: „Ich habe mich selbst dabei vergessen“

Seit der 3. Staffel von „Make Love, Fake Love“ ist Paul Aubster bekannt wie ein bunter Hund. Wir haben den Reality-Newbie zum Interview getroffen.

Paul Aubster ist Teilnehmer der 3. Staffel von „Make Love, Fake Love".
Quelle: RTL / Pervin Inan-Serttas

Er ist die Überraschung in der dritten Staffel von „Make Love, Fake Love“ (MLFL): Paul Aubster galt lange Zeit als der lustige und unterhaltsame Typ, der bei der Singlelady Karina Wagner in der Friendzone gesteckt hat und von Folge zu Folge hauptsächlich von der griechischen Sonne geküsst (oder eher gebrutzelt) wurde, so rot wie er im Verlauf der Show wurde. Doch kurz vor dem Finale scheint sich das Blatt nochmal gewendet zu haben. Unabhängig davon, ob er am 20. März 2025 als Sieger der Staffel hervorgehen wird oder nicht: Paul hat schon gewonnen – und zwar eine Menge Fans. Auf Social Media wird er immer populärer. Was die Leute an ihm lieben? Ganz klar: seine authentische Art. Die Redaktion von StyleVamp sieht großes Potenzial in dem Berliner, die Reality-TV-Welt im Sturm zu erobern. Aus dem Grund haben wir uns mit dem Atzen zu einem gemeinsamen Plausch verabredet und haben mit ihm über seine Zeit bei „Make Love, Fake Love“, seine Liebe zu Trash-TV und anderen spannenden Themen gesprochen, die wir zukünftig über ihn auf dem Schirm haben sollten. 

Legen wir direkt los!

Karina Wagner ist die Singlelady der 3. Staffel von „Make Love, Fake Love“.
Quelle: RTL

StyleVamp (SV): Wie geht es deiner Haut? Die scheint ja vergangenen Sommer sehr gelitten zu haben.

Paul: Der geht es ganz okay auf jeden Fall, passt. Jetzt ist die Sonne noch nicht so stark. Die kommt zwar wieder, aber rot bin ich gerade nicht. Ich schaue, dass ich mich dann gut eincreme. Aber ich werde mich bestimmt nochmal irgendwann verbrennen.

SV: Aktuell werden immer mehr Menschen auf dich aufmerksam, die Reality-TV schauen. Du gehörst zum Cast der 3. Staffel von „Make Love, Fake Love“. Wie kamst du auf die Idee, dich bei der Show zu bewerben?

Paul: Ich habe schon selber früher sehr viel Trash-TV geguckt und hatte einfach Bock, dort auch mal mitzumachen. Und ich dachte mir, wenn ich ein Format hätte, wo ich gerne mitmachen wollen würde, dann wäre das „Make Love, Fake Love“, weil es halt rundherum, glaube ich, für mich den besten Rahmen hat. Es ist nicht zu viel Dating. Du musst jetzt nicht irgendwie mit den Leuten schlafen, nach einem Tag direkt in einen Boom-Boom-Room gehen oder so. Gleichzeitig kannst du da vielleicht auch eine tolle Frau kennenlernen oder nimmst halt das Geld mit. Je nachdem. Und ich dachte mir, das ist cool, weil ich die erste Staffel sehr unterhaltsam fand. Ich fand es auch cool, dass so ein Fabio Knez zum Beispiel die Chance bekommen hat in der ersten Staffel. Das war auch so ein bisschen Novum. Und ja, ich dachte mir: „Geil, das könnte ich mir vorstellen. Darauf habe ich Bock.“

SV: Auf einmal stand Karina Wagner als Singlelady vor dir. Was war dein erster Gedanke, als du sie gesehen hast?

Paul: Mein erster Eindruck war: Oh scheiße, ich kenne die gar nicht. Ich weiß gar nicht, wer das ist. Das war aber völlig okay. Sie ist schon sehr hübsch auf jeden Fall. Das hätte auch eine Frau sein können, bei der ich sage: „Boah, die ist gar nicht mein Fall.“ Aber als ich Karina gesehen habe, war ich echt ganz happy.

Karina Wagner hat für Paul Aubster Traumfrau-Potenzial.
Quelle: RTL / Kevin Römmer-Kulakow

SV: Wie würdest du deine Connection zu Karina beschreiben?

Paul: Ich hatte mit ihr eine sehr gute Connection im Haus. Ich bin nicht direkt auf Angriff gegangen, denn das ist nicht unbedingt immer meine Art. Gerade dann, wenn da auch ganz viele andere Typen mit dabei sind. Mir ist es sehr wichtig, der Frau irgendwie Ruhe zu geben, eine gewisse Sicherheit, auch so frei reden zu können, wie sie möchte. Und einfach eine Wohlfühl-Atmosphäre schaffen. Ich muss nicht direkt Attacke machen, sofort küssen, rummachen und jemanden betatschen. Das ist nicht so meins. Aber aufgrund dessen, weil wir eher andere Gespräche geführt haben, die für den Reality-TV-Zuschauenden vielleicht nicht so spannend sind, wurde vermutlich weniger von uns zusammen gezeigt. Aber ich habe mit ihr eine sehr gute und verständnisvolle Beziehung bis jetzt auf jeden Fall in der Show gehabt. Sie hat mich verstanden, ich habe sie verstanden. Ich glaube, sie findet mich gut. Ich finde sie auch gut. Und mal schauen, wo es noch hinführt.

SV: Anhand deiner persönlichen Präferenzen bei Frauen: Bringt Karina Traumfrau-Potenzial mit?

Paul: Karina steht zu den Sachen, die sie macht und wie sie ist. Und ich liebe es, wenn Leute zu sich selbst stehen. Egal, ob das vielleicht komisch ist, aus der Perspektive von anderen Leuten. Sie ist sehr selbstbewusst und steht absolut zu sich und ist im Reinen mit sich selbst. Das finde ich auf jeden Fall schon mal sehr gut. Gleichzeitig hat sie auch eine sehr verständnisvolle und offene Art, Leute kennenzulernen. Das mag ich. Und sie sieht natürlich noch gut aus, macht ihre Nägel, Füße und so. Das sind so ein paar kleine Sachen, die auch noch dazu gehören.

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SV: Folge 5 ist ziemlich umstritten, da in der Männergruppe einige unschöne Bemerkungen über Karina getätigt wurden, weil sie zu dem Zeitpunkt mit Felix den fünften Mann geküsst hat. Du standest auch mit dabei und warst nicht gerade begeistert davon. Was hat das mit dir gemacht, als du die Szenen im TV gesehen hast?

Paul: Ich wusste, dass das irgendwann kommt. Mir war bewusst, dass ich in der Situation auf jeden Fall etwas Doofes gesagt habe. Mir war nicht mehr ganz genau bewusst, was. Es war voll unangenehm, nicht cool und auch nicht schön anzusehen im TV. So will ich mich nicht sehen. Ich bin natürlich kein perfekter Mensch. Ich mache auch meine Fehler. Aber ich finde es wichtig, dass man daraus Schlüsse zieht und sich reflektiert. Und dass man sich bei den Personen, die man in dem Punkt oder in der Situation beleidigt oder denen man Unrecht getan hat, sich auch dafür gerade macht und dafür entschuldigt.

SV: Du hast dein Verhalten bereits während der Ausstrahlung reflektiert, dich entschuldigt und hast in Folge 8 sogar Karina gesteckt, welche Worte über sie an jenem Abend gefallen sind. War das eine Art Schachzug von dir oder ist dir über die Tage, die dazwischen lagen, aufgefallen, dass diese Bezeichnungen ziemlich unangebracht waren? 

Paul: Ich bin in die Situation mit absolut gar keiner Taktik reingegangen. Olli und ich haben nochmal darüber nachgedacht, geredet und für mich war einfach klar, dass das nicht geht und wir mit ihr reden müssen. Sie hat uns auch gebeten, ihr Sachen zu sagen, die sie nicht mitbekommt. Dann wollten wir einfach ehrlich zu ihr sein und ihr das mitteilen. Im Internet habe ich gelesen, dass sich einige über mich beschwert haben, dass ich auch was Unpassendes gesagt und dafür nicht gerade gestanden habe. Man sieht nicht die kompletten 24 Stunden vom Tag, sondern es wird ja vieles geschnitten - manchmal auch so, dass es spannend bleibt oder sich die Zuschauenden darüber aufregen können. Das sollte man sich immer wieder bewusst machen.

Paul Aubster zeigte sich bei „Make Love, Fake Love“ nicht nur von seiner lustigen Seite.
Quelle: RTL

StyleVamp: Viele Leute haben nicht gecheckt, warum du so lange im Rennen bleibst, da die Zuschauer lange kein Gespräch zwischen dir und Karina gesehen haben. In Folge 10 hattet ihr dann euer erstes Date und da fiel dann auch endlich der erste richtige, intensive Kuss. 

Paul: Mich hat es gefreut, dass wir mal Zeit zu zweit hatten, dass wir ein gutes Steak gegessen haben, reichlich Knoblauchbutter und eine Flasche Wein hatten. Da kam es dann auch zum ersten längeren Kuss, ja. Auch wenn ich komplett komisch aussah mit Neon-Bart und Neon-Augenbrauen. Aber es war auch irgendwie lustig, weil ich zu ihr gesagt habe: „Ey, hast du schon mal einen Typen geküsst, der so aussah wie ich heute?“ Das hat sie verneint und dabei gelacht. Das war mir auch gar nicht peinlich. Ich finde es eher lustig. Weißt du, das sind Momente, die du mit einer Person schaffst, die man einfach nicht vergisst. Ich mag es, einzigartige Momente mit einer anderen Person zu teilen, gerade wenn man sich kennenlernt. Das verbindet einen immer irgendwie, selbst wenn es absolut ulkig ist.

SV: Bei dem Date hast du auch eine emotionale Seite von dir gezeigt. Fällt es dir schwer, offen über Gefühle zu reden?

Paul: Nein, mir fällt es nicht schwer, offen über Gefühle zu reden. Es ist immer die Frage, mit wem ich was teile. Ich muss nicht in einem TikTok-Livestream beispielsweise komplett offen über meine Gefühle reden. Bei den tiefsten, innersten Sachen fällt es mir schon relativ schwer, aber die muss ich auch nicht jedem aufdrängen oder erzählen. Aber Leute, die mir besonders wichtig sind, die sich mir gegenüber auch öffnen, da auf jeden Fall, ja. Das ist auch sehr wichtig.

Paul Aubster wird bei „Make Love, Fake Love“ von seinen Mitstreitern unterschätzt.
Quelle: RTL

SV: Karina meinte zu dir, dass sie glaubt, dass dich die anderen Teilnehmer als Konkurrenten unterschätzen. Hattest du auch bis dahin den Gedanken, dass du eher in der Friendzone bei ihr bist?

Paul: Nein, ich habe zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, dass ich nur der Kumpeltyp für sie bin. Dass die anderen mich unterschätzen, das war mir auf jeden Fall klar. Das ist schon sehr oft in meinem Leben so gewesen, dass Leute mich unterschätzt haben für die Sachen, die ich mache. Oder denken, dass ich nur der laute, lustige Typ bin, der voll drüber oder viel zu extrovertiert ist. Aber es gibt ja auch noch andere Seiten von mir. Ich fand es schön, dass man die auch da bei dem Date gesehen hat. Aber ja, ich habe es schon oft gehabt. Ich habe schon im Intro von „Make Love, Fake Love“ gesagt: „Unterschätzt mich bloß nicht!“ Und das ist tatsächlich oft so. Deswegen hat mich das nicht überrascht. Da sind ja eh ein paar Jungs drin, die denken, sie sind die allertollsten Hechte der Welt, weil sie gut aussehen. Aber ich glaube, durch meine Art, wie ich bin, stoße ich da schon ein bisschen hervor. Ohne mich auf ein Podest stellen zu wollen, aber so einen Menschen wie mich gibt es nicht nochmal. Und ich bin so, wie ich bin. Ich bin original in dem, was ich mache.

SV: Dass ihr euch geküsst habt, kam ja weniger gut bei manch anderen Jungs an. Was haben die Kommentare mit dir gemacht, als du sie gehört hast?

Paul: Ach, ich konnte nur darüber lachen. Ich denke mir so: „Brudi, scheiß dir halt ein!“ Das ist okay. Es juckt mich überhaupt nicht, ob irgendeine Person, mit der ich im Haus war, irgendeine Meinung über mich hat. Mir ist wichtig, was meine Freunde und meine Familie über mich denken und was ich über mich selber denke. Alles andere interessiert mich nicht.

SV: Du darfst ja natürlich nicht spoilern, aber was würdest du über deine Erfahrung bei MLFL sagen?

Paul: Es war eine tolle Erfahrung. Ich habe viele verschiedene Persönlichkeiten kennengelernt. Und es hat mir auch wieder gezeigt , dass ich weiter offen bleiben und mich nie verschließen sollte, verschiedensten Persönlichkeiten gegenüberzutreten und diese auch nicht gleich zu kategorisieren und in eine Schublade zu stecken. Was es mir auch am Ende gezeigt hat, war, dass ich einfach eine ganz tolle Familie und Freunde habe, die hinter mir stehen und für mich da sind. Es hat auch super Spaß gemacht, dort immer am Start zu sein.

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SV: Unabhängig davon, ob du mit Karina in einem Dating-Format die große Liebe gefunden hast oder nicht: Möchtest du weiterhin im Reality-TV stattfinden? 

Paul: Ja, absolut. Es gibt natürlich ein paar Formate, die mich reizen würden. Das größte Ding, was man machen kann, ist das Dschungelcamp. Da hätte ich super Bock drauf. Habe ich als Kind schon immer gerne geguckt. „Kampf der Realitystars“ oder „Promis unter Palmen“ finde ich auch cool. Aber auch Challenge-Formate wie „#CoupleChallenge“ oder „Forsthaus Rampensau“ finde ich auch super unterhaltsam. Ich möchte jetzt nicht von Dating-Format zu Dating-Format hüpfen und bei Formaten wie „Temptation Island“, „Love Fool“ und „Stranger Sins“ dabei sein. Ich sehe mich nicht ewig nur im Trash-TV. Dafür habe ich genug andere Qualitäten und Talente, die ich einsetzen kann. Und nicht nur, um in Shows mit irgendwelchen Leuten rumzumachen oder die kennenzulernen oder meine Freundin zu betrügen.

SV: Was macht deiner Meinung nach einen guten Realitystar aus?

Paul: Die drei wichtigsten Sachen sind meiner Meinung nach Authentizität, zu sich selbst zu stehen und auf jeden Fall eine extrovertierte Art zu haben.

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SV: Du hast ja schon mal durchsickern lassen, dass du ein großer Fan von Cosimo Citiolo bist. Was macht ihn deiner Meinung nach so besonders?

Paul: Cosimo ist einfach sehr, sehr lustig. Ich habe ihn auch letztens beim Karneval gesehen. Da haben wir uns kennengelernt. Er hat meiner Mom auch ein Grußvideo geschickt. Das war richtig korrekt von ihm. Und ich habe sehr viel mit ihm gelacht. Er ist einfach ein sehr lustiger Typ. Nicht nur von seiner Erscheinung her, sondern wie er sich gibt, wie seine Körpersprache ist. Und ihm ist auch voll egal, was die Leute über ihn denken. Er nimmt sich selbst nicht zu ernst. Und das finde ich gut.

SV: Ohne groß über irgendwen lästern zu wollen, aber gibt es auch Realitystars, von denen du im TV aktuell genug gesehen hast und auf die du gut verzichten könntest?

Paul: Ja, Kim Virginia auf jeden Fall. Brauche ich nicht. Da gibt es auch bestimmt noch mehr.

Paul Aubster arbeitete unter anderem als Manager in der Musikindustrie.
Quelle: Instagram/@paul.aubster

SV: Du stehst zwar erst am Anfang deiner Karriere als Realitystar und du bist gerade erst 30 geworden, aber hast doch schon eine recht lange Vita. Magst du nochmal die wichtigsten Etappen deines beruflichen Werdegangs skizzieren?

Paul: Ich war lange in der Musikbranche, habe in der Gastro gearbeitet, im Einzelhandel, bei IKEA. Ich war Store Manager von einem Sneaker- und Fashion-Store. Ich habe bei der Bank gearbeitet …

SV: Welchen Job hast du eigentlich nicht gemacht?

Paul: Ja, das ist eher die Frage. Ich habe schon viele Eindrücke in meinem Berufsleben gesammelt. Das war auch alles sehr wichtig, weil dadurch lernst du sehr viele verschiedene Leute aus unterschiedlichen Schichten und Berufsgruppen kennen. Und ich finde, das lehrt einen immer sehr, wie man mit Menschen umgehen kann beziehungsweise man versteht Menschen besser. Um mal ein Beispiel zu nennen: Ich habe 2018 bei der letzten Echo-Verleihung Schwesta Ewa und Xatar betreut mit Rotem Teppich, Blitzlichtgewitter – allem drum und dran. Und am nächsten Tag habe ich gekellnert. Da wurde ich dann von so einem komischen Kunden einfach richtig doof angemacht und dann bin ich wieder auf den Boden der Tatsachen gekommen. Und das hatte ich ganz oft schon in meinem Leben, dass ich an einem Tag ganz oben war und am nächsten Tag wieder humbled. Ich schätze die Leute, egal was sie machen, ob die Klofrau oder den CEO. Ich glaube, das hat mich auch gelehrt, dass ich nicht abheben werde, egal was kommt. Deswegen bin ich dankbar, dass ich die ganzen Jobs hatte. 

SV: Du warst lange Zeit Teil der Musikbranche. Warum hast du dich dazu entschieden, nicht mehr in der Branche zu arbeiten?

Paul: Weil ich für mich selbst sinnbildlich gemerkt habe, dass ich eher der Fußballtrainer war, der am Spielfeldrand stand, aber ich selbst viel lieber auf dem Spielfeld gestanden hätte, um Tore zu schießen. In der Musikbranche war ich immer im Hintergrund und habe mich um andere gekümmert. Aber ich habe mich selbst dabei vergessen und habe mich irgendwann gefragt: „Was mache ich hier eigentlich?“ Und ich war auch ein bisschen unglücklich damit. Deswegen mache ich es jetzt andersrum.

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SV: Was viele nicht wissen: Du warst ja auch mal bei DSDS. Dein Auftritt wurde aber nicht ausgestrahlt, sondern nur, wie du andere Kandidatinnen und Teilnehmer bewertest.

Paul: Richtig, weil RTL meinte: „Hey, du bist ein lustiger Typ. Kannst du in die Reaction-Kabine kommen? Und kannst du vielleicht noch eine Stunde länger bleiben?“ Kein Problem für mich.

SV: Aber wenn die Leute von der Produktion dich schon gefeiert haben, erschließt sich mir nicht, warum dein Auftritt dann nicht ausgestrahlt wurde.

Paul: Vielleicht habe ich nicht genug rumgebrüllt oder war denen nicht sauer genug, weil die Jury mich nicht in den Recall gelassen hat. Ich habe die Entscheidung der Jury sehr respektvoll aufgenommen, habe mich bedankt, dass ich da sein durfte und habe denen gewünscht, dass sie einen geilen Typen oder eine geile Frau finden, mit dem oder mit der sie am Ende erfolgreich werden können. Ich war nicht da, um eine Show zu machen, sondern ich wollte da sein, um das mal mitzunehmen, weil ich es selbst als Kind gesehen habe und ich immer noch gerne singe. 

SV: Du hast ja schon bemerkt, dass du die Leute gut unterhältst. Nächster logischer Step: Entertainer. Was meinst du?

Paul: Vielleicht schon. Aber ich muss mich dem Ganzen auch natürlich annehmen. Ich habe mich einmal auf eine Stand-up-Comedy-Bühne gestellt. Ich musste dann ein fünfminütiges Comedy-Set aufführen. Ich habe keine Ahnung, wie man einen Witz schreibt, mit der Pointe und so. Meine damalige Freundin und ihre Freundin waren dabei und haben einfach nur gelacht. Und die anderen Leute im Publikum sind alle still geblieben. Man hat schon förmlich das Zirpen der Grillen im Hintergrund gehört. Aber ey, vielleicht doch irgendwann Comedy, ja. Aber ich hätte eher Bock darauf, eine eigene Show zu haben – musikalisch untermalt, mit guter Unterhaltung und mehr.

Paul Aubster wird oftmals in eine bestimmte Schublade gesteckt.
Quelle: Instagram/@paul.aubster

SV: Bei MLFL meintest du aber auch, dass dich manche Menschen judgen und du es in neuen Gruppen nicht immer leicht hast. Wie meinst du das?

Paul: Leute sehen mich und denken, der hat lange Haare, der ist laut, der sieht so und so aus - man kategorisiert mich unterbewusst. Aber du kannst keinem Menschen innerhalb von kurzer Zeit alle deine Facetten zeigen. Das ist es. Entweder liebt man mich oder man hasst mich. Und die Leute, die mich dann noch besser kennenlernen, die checken dann, dass ich nicht immer der aufgedrehte Aubi bin, sondern auch andere Seiten an mir habe, die man im ersten Moment nicht sieht.

SV: Was macht für dich denn eine echte Freundschaft aus?

Paul: Eine echte, wahre Freundschaft beruht auf jeden Fall auf Ehrlichkeit und Respekt. Und auf gegenseitigen Support, selbst wenn in manchen Situationen vielleicht bei einem selbst das Haus brennt, trotzdem für andere da sein kann, bei denen es vielleicht gerade mehr brennt.

Paul Aubster hat noch viele Pläne für die Zukunft.
Quelle: RTL/Pervin Inan-Serttas

SV: Gibt es noch Ziele in deinem Leben – privat oder beruflich – die du gerne noch erreichen möchtest?

Paul: Ich werde nie irgendwann ankommen und sagen: „Ich bin jetzt fertig.“ Ich finde, das Leben ist ein stetiges sich weiterentwickeln, sich anpassen, sich selbst zu reflektieren. Selbst wenn ich auf dem Sterbebett liege, werde ich mir denken: „Das könnte man vielleicht noch machen.“ Aber das ist wichtig. Ich bin jetzt nicht zu hart zu mir selber, aber ich finde, man sollte nie ruhen.

SV: Abgesehen davon, mit mir in diesem Raum zu sitzen: Wo würdest du jetzt gerne sein wollen? Vielleicht in der Sonne?

Paul: Jetzt gerade wäre ich gerne in Brasilien, Rio de Janeiro, weil da Karneval ist. Ich war im November 2024 in Rio – und das war super. Rio ist eine sehr geile Stadt mit sehr geilen Menschen. Da muss ich auf jeden Fall nochmal hin. Vielleicht nächstes Jahr.

Du willst Paul Aubster noch besser kennenlernen? Dann solltest du das folgende Video abchecken!

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Das Interesse an dem neuen Star am Reality-TV-Himmel wächst und wächst. Um Paul besser kennenzulernen, haben wir mit ihm das beliebte Partyspiel „Ich hab' noch nie“ gespielt – und es wurde ganz schön spicy! 

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